Kursprogramm 2021

Download Jahresprogramm 2021 als PDF (~452KB)

1. Philosophisches Seminar
22.01.–24.01.2021

Prof. Dr. Dr. Han­na-Bar­ba­ra Gerl-Fal­ko­vitz
Edith Stein (1891–1942). Vom Unglau­ben über die Phi­lo­so­phie zur Mys­tik.
Unter den weni­gen Pho­to­gra­phien Edith Steins fal­len zwei Gesich­ter auf, die doch eines sind: die stol­ze, selbst­be­wuß­te, ungläu­bi­ge Dok­to­rin der Phi­lo­so­phie und die „Braut des Lam­mes” mit dem rät­sel­haft schmerz­li­chen und tief ver­in­ner­lich­ten Gesichts­aus­druck auf dem Bild ihrer Ein­klei­dung in den Köl­ner Kar­mel im April 1934. Dazwi­schen liegt ein Abstand, den Edith Stein mit Den­ken, mit Feu­er, mit Leben, mit Glück, aber auch mit holo­caus­tum gefüllt hat – einem Wort, das sie selbst bereits 1934 im Sin­ne eige­ner „Ganz­hin­ga­be” ver­wen­det. Ihr letz­tes Werk, die “Kreu­zes­wis­sen­schaft” (1942), führt tief in die Mys­tik die­ses Wor­tes ein.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 65,00

2. Ikonenmalkurs I
12.02. — 14.02.2021
ausgebucht, Anmeldung auf Warteliste möglich

Pfr. Yor­dan Pas­hev
Die Iko­ne ist das Kult­bild der ortho­do­xen Kir­che.
Las­sen Sie sich von der Fas­zi­na­ti­on der Iko­ne ver­füh­ren. Beschäf­ti­gen Sie sich mit ihrem reli­giö­sen und geschicht­li­chen Hin­ter­grund, um dann sel­ber zum Pin­sel zu grei­fen. Sie wer­den mit der Tech­nik der Iko­nen­ma­le­rei ver­traut gemacht und auf eine Rei­se zu den tra­di­tio­nel­len Denk­mä­lern der Iko­nen­ma­le­rei geführt. Nach dem Kurs kön­nen Sie Ihre selbst geschaf­fe­ne Iko­ne mit­neh­men. Am Sonn­tag wer­den die Iko­nen inner­halb eines ortho­do­xen Got­tes­diens­tes geseg­net.
Mate­ri­al kann beim Kurs­lei­ter bezo­gen wer­den. Kos­ten je nach Auf­wand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 95,00

3. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
01.03. — 05.03.2021

Prä­lat Prof. Dr. Lud­wig Mödl
Die blo­ckier­te Reform und die geist­li­chen Ämter.
Wie selbst­ver­ständ­lich gin­gen die Väter des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils davon aus, dass der Kle­rus die ange­dach­ten Refor­men vor­an­treibt. Die offen­sicht­li­che Kri­se aller Refor­men macht die Ver­ant­wort­li­chen, vor­nehm­lich die Pries­ter, und alle ande­ren Haupt­amt­li­chen hilf­los. Wie mit die­ser Situa­ti­on umge­hen? Wie neue Hoff­nung schöp­fen?

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 272,00
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 83,00

4. Benediktinische Spiritualität
12.03. — 14.03.2021

Abt­pri­mas em. Prof. Dr. Not­ker Wolf OSB
„Der Lie­be zu Chris­tus nichts vor­zie­hen“ (RB 72,11)
Gott ist in Jesus Chris­tus Mensch gewor­den. Als sol­cher lebt er in sei­nen Gemein­den fort. Er ist die Mit­te der klös­ter­li­chen Gemein­schaft. Er hat sein Leben für uns Men­schen hin­ge­ge­ben, aus Lie­be zu den Men­schen. Unse­re Ant­wort muss eben­falls eine Ant­wort der Lie­be sein, die uns befä­higt, „die kör­per­li­chen und cha­rak­ter­li­chen Schwä­chen anein­an­der in uner­schöpf­li­cher Geduld zu ertra­gen“ (RB 72,5) und Frie­dens­stif­ter zu sein. Die Lie­be zu Chris­tus führt uns zur Lie­be zu den Men­schen.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 75,00

5. Osterkurs
01.04. — 05.04.2021

Dia­kon Xaver Käser
“Dei­nen Tod, o Herr, ver­kün­den wir, und dei­ne Auf­er­ste­hung prei­sen wir.”
Im Mit­tel­punkt die­ser Tage steht die Fei­er von Tod und Auf­er­ste­hung Jesu. Im Stun­den­ge­bet, das wir in der Haus­ka­pel­le des Gäs­te­hau­ses fei­ern, tau­chen wir in die Welt der Psal­men ein. In den Got­tes­diens­ten, die wir zusam­men mit dem Kon­vent der Bene­dik­ti­ner in der Klos­ter­kir­che fei­ern, soll die Lit­ur­gie der Kir­che in ihrer vol­len Schön­heit und Län­ge erleb­bar wer­den. Die Lit­ur­gie wird getra­gen von der „Wies-Scho­la“, die den gre­go­ria­ni­schen Cho­ral und deut­sche Lit­ur­gie­ge­sän­ge pflegt. Die Teil­neh­mer bil­den aber auch selbst einen gemisch­ten Chor und tra­gen so zur Fest­lich­keit der Lit­ur­gie aktiv bei.
Geist­li­che Impul­se wer­den bei der Vor­be­rei­tung der Got­tes­diens­te gesetzt. Glau­be, Musik, Lit­ur­gie und Leben bil­den hier eine Ein­heit, wie sie in einer durch­schnitt­li­chen Pfarr­ge­mein­de nicht erlebt wer­den kann.

Beginn 17:30 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 272,00 | ZBZ EUR 256,00 pro Per­son

6. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
09.04. — 11.04.2021

Prof. Dr. Mela­nie von Cla­parè­de
Gro­ße Altä­re des Spät­mit­tel­al­ters
Der Gen­ter Altar von Jan und Hubert van Eyck, voll­endet 1432, in St. Bavo zu Gent. Der Wolf­gangs-Altar von Micha­el Pacher in St. Wolf­gang im Salz­kam­mer­gut, 1471–1481. Der Mari­en-Altar von Veit Stoß in der Mari­en­kir­che zu Kra­kau, 1477–1489. Der Hei­lig-Blut-Altar von Til­man Rie­men­schnei­der in St. Jakob zu Rothen­burg ob der Tau­ber, 1499–1505.
Der Isen­hei­mer Altar von Mat­thi­as Grü­ne­wald im Unter­lin­den-Muse­um (ehem. Fran­zis­ka­ne­rin­nen-Kir­che) in Col­mar, Elsaß, voll­endet 1513. Wie ernst­haft-christ­li­cher Geist und über­ra­gen­des Hand­werk in Male­rei und Bild­schnit­ze­rei die Glau­bens­wahr­hei­ten zu ver­kün­den mögen. Als ob der Hei­li­ge Geist in Pin­sel und Mei­ßel gefah­ren sei! Stau­nend und bewun­dernd lesen wir die­se Bil­der und ver­in­ner­li­chen sie, die mehr aus­sa­gen, als es jedes gespro­che­ne Wort ver­mag, und begrei­fen das Mys­te­ri­um Got­tes im Gan­zen der Hei­li­gen Mes­se.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 100,00

7. Choralkurs (Folge 24)
23.04. — 25.04.2021

Prof. Ste­phan Zip­pe
Cho­ral­kurs
Der Gre­go­ria­ni­sche Cho­ral ist der der römi­schen Lit­ur­gie eige­ne Gesang. Die Ein­stim­mig­keit ver­leiht die­sen Gesän­gen schon beim ers­ten Hören einen beson­de­ren Charme. Wel­che Aus­drucks­kraft in ihnen steckt, das soll in die­sem Kurs für die Teil­neh­mer erfahr­bar wer­den. Im Mit­tel­punkt steht das gemein­sa­me Sin­gen, dane­ben wird auch not­wen­di­ges Grund­wis­sen ver­mit­telt. Am Sonn­tag­vor­mit­tag ist die musi­ka­li­sche Mit­ge­stal­tung der Eucha­ris­tie­fei­er in der Klos­ter­kir­che geplant. In die­sem Zusam­men­hang sind im Kurs­ab­lauf immer wie­der Stimm­bil­dungs­ein­hei­ten vor­ge­se­hen. Neben all­ge­mein Wis­sens­wer­tem aus der Gre­go­ria­nik liegt ein Schwer­punkt der Arbeit auf der rhyth­mi­schen Aus­füh­rung der Gesän­ge. Die Gre­go­ria­ni­sche Semio­lo­gie lie­fert heu­te das Know­how dazu. Vor­aus­set­zun­gen für die Kurs­teil­nah­me sind Inter­es­se am Gre­go­ria­ni­schen Cho­ral und Freu­de am Umgang mit der eige­nen Sing­stim­me. Theo­re­ti­sche Kennt­nis­se dür­fen ger­ne mit­ge­bracht wer­den, sind für eine Teil­nah­me aber nicht unbe­dingt erfor­der­lich.

Beginn 17:45 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 65,00

Die­ser Kurs wird auf Antrag als Stu­di­en­wo­chen­en­de bei der Aus­bil­dung Lit­ur­gie im Fern­kurs des Deut­schen Lit­ur­gi­schen Insti­tuts in Trier aner­kannt.

8. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
25.06. — 27.06.2021

Prof. Dr. Mela­nie von Cla­parè­de
„Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt“.
Neue Erkennt­nis­se aus dem Ant­litz Chris­ti im Schlei­er von Man­op­pel­lo und dem Grab­tuch von Turin in Lit­ur­gie und Kunst.

    1. Das Ant­litz Chris­ti im Kir­chen­raum und auf lit­ur­gi­schen Gerä­ten auf dem Altar.
    2. „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben.“ Über die Wall­fahrts­ka­pel­le St. Wolf­gang zu Pip­ping bei Mün­chen.
    3. Du bist König und Pries­ter auf ewig nach der Ord­nung des Mel­chise­dek.“
      Die Apos­tel­kom­mu­ni­on. Wann trägt der Kru­zi­fi­xus wel­ches Gewand?
      Dar­stel­lun­gen der Kreu­zi­gung vom frü­hen Chris­ten­tum bis zum Barock.
      Vom Chris­tus Vic­tor zum Chris­tus Pati­ens.
    4. „Per Mari­am ad Jes­um“. Der hei­li­ge Schlei­er von Man­op­pel­lo mit dem Ant­litz ihres Soh­nes von Maria durch­be­tet und zu ihrem Tod auf ihr Haupt gelegt. Über die „Ent­schlafung der Got­tes­mut­ter“ in einer alt­ge­or­gi­schen Hand­schrift.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 100,00

9. Ikonenmalkurs II
05.07. — 07.07.2021

Pfr. Yor­dan Pas­hev
Die Iko­ne ist das Kult­bild der ortho­do­xen Kir­che.
Las­sen Sie sich von der Fas­zi­na­ti­on der Iko­ne ver­füh­ren. Beschäf­ti­gen Sie sich mit ihrem reli­giö­sen und geschicht­li­chen Hin­ter­grund, um dann sel­ber zum Pin­sel zu grei­fen. Sie wer­den mit der Tech­nik der Iko­nen­ma­le­rei ver­traut gemacht und auf eine Rei­se zu den tra­di­tio­nel­len Denk­mä­lern der Iko­nen­ma­le­rei geführt. Nach dem Kurs kön­nen Sie Ihre selbst geschaf­fe­ne Iko­ne mit­neh­men. Am Ende des Kur­ses wer­den die Iko­nen geseg­net.
Mate­ri­al kann beim Kurs­lei­ter bezo­gen wer­den. Kos­ten je nach Auf­wand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 95,00

10. Ikonenmalkurs III
07.07. —09.07.2021

Pfr. Yor­dan Pas­hev
Die Iko­ne ist das Kult­bild der ortho­do­xen Kir­che.
Las­sen Sie sich von der Fas­zi­na­ti­on der Iko­ne ver­füh­ren. Beschäf­ti­gen Sie sich mit ihrem reli­giö­sen und geschicht­li­chen Hin­ter­grund, um dann sel­ber zum Pin­sel zu grei­fen. Sie wer­den mit der Tech­nik der Iko­nen­ma­le­rei ver­traut gemacht und auf eine Rei­se zu den tra­di­tio­nel­len Denk­mä­lern der Iko­nen­ma­le­rei geführt. Nach dem Kurs kön­nen Sie Ihre selbst geschaf­fe­ne Iko­ne mit­neh­men. Am Ende des Kur­ses wer­den die Iko­nen geseg­net.
Mate­ri­al kann beim Kurs­lei­ter bezo­gen wer­den. Kos­ten je nach Auf­wand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 95,00

11. Kalkmalerei & Fresko
09.07. — 11.07.2021
ausgebucht, Anmeldung auf Warteliste möglich

Pfr. Yor­dan Pas­hev
Die Wand­ma­le­rei gehört zu den frü­hes­ten Kul­tur­leis­tun­gen der Mensch­heit.
Im Lau­fe ihrer jahr­tau­sen­de alten Geschich­te hat sich die­se Mal­kunst nicht nur sti­lis­tisch, son­dern auch in ihren Tech­ni­ken in gro­ßer Viel­falt ent­wi­ckelt. Unter den ver­schie­de­nen Ver­fah­ren gewann das Fres­ko (ital. dipin­ge­re al fres­co = Malen ins Fri­sche) beson­de­re Bedeu­tung. Im Kurs kön­nen Sie sich die­se Tech­nik aneig­nen, mit in Was­ser ange­rühr­ten Farb­pig­men­ten auf noch feuch­tem Kalk­putz Ihr Bild malen und anschlie­ßend Ihre selbst geschaf­fe­ne Tafel mit nach Hau­se neh­men.
Am Sonn­tag wer­den die Fres­ken inner­halb eines ortho­do­xen Got­tes­diens­tes geseg­net.
Mate­ri­al kann beim Kurs­lei­ter bezo­gen wer­den. Kos­ten je nach Auf­wand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 95,00

12. Bibel, Spiritualität und Kunst
01.08. — 06.08.2021

Prof. Dr. Franz Sedl­mei­er & Prof. Dr. Wolf­gang Vogl
Mose, der Mann Got­tes: Füh­rer des Vol­kes, Mitt­ler der Tora und Pro­phet par excel­lence
„Nie­mals wie­der ist in Isra­el ein Pro­phet wie Mose auf­ge­tre­ten. Ihn hat der Herr von Ange­sicht zu Ange­sicht erkannt“ (Dtn 34,10). Mit die­sen ein­drucks­vol­len Wor­ten blickt das Buch Deu­te­ro­no­mi­um zurück auf die Gestalt des Mose. Ihr kommt nicht nur für das Alte Tes­ta­ment eine beson­de­re Rol­le zu, auch die neu­tes­ta­ment­li­chen Tex­te und der Koran erwäh­nen Mose häu­fig. Juden­tum, Chris­ten­tum und Islam neh­men auf ihn Bezug. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass die Gestalt des Mose breit rezi­piert wur­de: in der Geschich­te der  Spi­ri­tua­li­tät, in Kunst und Lite­ra­tur, auch in den Human­wis­sen­schaf­ten.
Die Theo­lo­gi­sche Woche 2021 will die­se außer­ge­wöhn­li­che Gestalt von ver­schie­de­nen Sei­ten her erschlie­ßen. Sehr herz­lich laden wir dazu ein.

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 340,00 | ZBZ EUR 320,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 130,00

13. Philosophisches Seminar
21.08. — 28.08.2021

Prof. Dr. Nor­bert Fischer, Prof. Dr. Len­ka Kar­fí­ko­vá, Gun­tram Förs­ter
Augus­ti­nus: Vom frei­en Wil­len – De libe­ro arbi­trio (387–395)
Nach­dem die phi­lo­so­phi­schen Semi­na­re im Klos­ter Wel­ten­burg im Jahr 2000 mit Augus­tins Con­fes­sio­nes begon­nen hat­ten, folg­ten Semi­na­re zu Kant (2005–2009), Hei­deg­ger, Levinas und Meis­ter Eck­hart´. Im neu­en Semi­nar geht es um eine recht frü­he, schon zu Leb­zei­ten Augus­tins und in der Fol­ge stark umkämpf­te Schrift, die eine phi­lo­so­phi­sche Grund­fra­ge der Theo­lo­gie
betrifft und bis heu­te Kon­tro­ver­sen her­vor­ruft. Beson­ders umkämpft war die Fra­ge der Wil­lens­frei­heit in der Refor­ma­ti­ons­zeit (vgl. Eras­mus von Rot­ter­dam: De libe­ro arbi­trio; dage­gen Mar­tin Luther: De ser­vo arbi­trio). Erneu­te Schär­fe erlang­te sie im Zusam­men­hang der Grund­fra­gen Kants (»Gott«, »Frei­heit«, »Unsterb­lich­keit«). Bis heu­te spie­len die Fra­gen der ›Frei­heit‹ und der ›Zure­chen­bar­keit von Hand­lun­gen‹ eine zen­tra­le Rol­le. Die­ses alle den­ken­den Men­schen bewe­gen­de The­ma soll in Vor­trä­gen, Lek­tü­re und Dis­kus­sio­nen ver­ge­gen­wär­tigt wer­den.

Die Lei­tung tei­len sich Nor­bert Fischer (Buch 1), Len­ka Kar­fí­ko­vá, Prag (Buch 2) und Gun­tram Förs­ter, ZAF Würz­burg (Buch 3).

Zur ers­ten Ein­füh­rung: Augus­ti­nus: Ope­ra. Wer­ke (Band 9): De libe­ro arbi­trio. Der freie Wil­le. Zwei­spra­chi­ge Aus­ga­be. Ein­ge­lei­tet, über­setzt und her­aus­ge­ge­ben von Johan­nes Brach­ten­dorf. Pader­born: Schö­ningh 2006.

Nor­bert Fischer (Hg.): Die Gna­den­leh­re als ›sal­to mor­ta­le‹ der Ver­nunft? Natur, Frei­heit und Gna­de im Span­nungs­feld von Augus­ti­nus und Kant. Mit Bei­trä­gen von Gio­van­na D’Aniello, Johan­nes Brach­ten­dorf, Flo­ri­an Bruck­mann, Chris­ti­an Danz, Mathi­as Eich­horn, Nor­bert Fischer, Gun­tram Förs­ter, Maxi­mi­li­an For­sch­ner, Len­ka Kar­fí­ko­vá, The­re­sia Mai­er, Erich Naab, Horst Seidl, Jakub Siro­vát­ka und Fre­de­rick Van Fle­te­ren. Freiburg/München: Karl Alber 2012.

 

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 476,00 EUR ZBZ EUR 448,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 110,00

14. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
11.10. — 15.10.2021

Prä­lat Prof. Dr. Lud­wig Mödl
Was wir glau­ben – das Cre­do der Kir­che
Als Stich­wort­ver­zeich­nis kann man das Glau­bens­be­kennt­nis ver­ste­hen, in dem alles auf­ge­zählt ist, was ein Tauf­be­wer­ber ken­nen und aner­ken­nen muss, wenn er in die Gemein­schaft der Kir­che auf­ge­nom­men wer­den will. Drei Begrif­fe glie­dern die Aus­sa­gen: Ich glau­be an den Vater-Gott, an den ein­ge­bo­re­nen Sohn und an den Hei­li­gen Geist. Die jewei­li­gen Zusät­ze sind nicht mar­gi­nal, sie geben an, wie sich die­se Kern­aus­sa­gen glau­bens­ge­schicht­lich und glau­bens­prak­tisch kon­kre­ti­sie­ren. Kei­nes der Stich­wor­te ist unbe­deu­tend für die Glau­bens­er­kennt­nis und vor allem für das Glau­bens­le­ben. Ein Teil der gegen­wär­ti­gen Kir­chen­kri­se mag ihre Ursa­che dar­in haben, dass Ein­zel­aus­sa­gen des Bekennt­nis­ses Inter­pre­ta­tio­nen fin­den, die dem Main­stream mehr ver­pflich­tet sind als der Glau­bens­tra­di­ti­on. In den Exer­zi­ti­en wol­len wir ver­su­chen, das Gesam­te und Ein­zel­aus­sa­gen zu deu­ten und für das Leben frucht­bar zu machen.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 272,00
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 83,00

15. Choralkurs (Folge 25)
15.10. — 17.10.2021

Prof. Ste­phan Zip­pe
Cho­ral­kurs
Der Gre­go­ria­ni­sche Cho­ral ist der der römi­schen Lit­ur­gie eige­ne Gesang.
Die Ein­stim­mig­keit ver­leiht die­sen Gesän­gen schon beim ers­ten Hören einen beson­de­ren Charme. Wel­che Aus­drucks­kraft in ihnen steckt, das soll in die­sem Kurs für die Teil­neh­mer erfahr­bar wer­den. Im Mit­tel­punkt steht das gemein­sa­me Sin­gen, dane­ben wird auch not­wen­di­ges Grund­wis­sen ver­mit­telt. Am Sonn­tag­vor­mit­tag ist die musi­ka­li­sche Mit­ge­stal­tung der Eucha­ris­tie­fei­er in der Klos­ter­kir­che geplant. In die­sem Zusam­men­hang sind im Kurs­ab­lauf immer wie­der Stimm­bil­dungs­ein­hei­ten vor­ge­se­hen.
Neben all­ge­mein Wis­sens­wer­tem aus der Gre­go­ria­nik liegt ein Schwer­punkt der Arbeit auf der rhyth­mi­schen Aus­füh­rung der Gesän­ge. Die Gre­go­ria­ni­sche Semio­lo­gie lie­fert heu­te das Know­how dazu. Vor­aus­set­zun­gen für die Kurs­teil­nah­me sind Inter­es­se am Gre­go­ria­ni­schen Cho­ral und Freu­de am Umgang mit der eige­nen Sing­stim­me. Theo­re­ti­sche Kennt­nis­se dür­fen ger­ne mit­ge­bracht wer­den, sind für eine Teil­nah­me aber nicht unbe­dingt erfor­der­lich.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 65,00

Die­ser Kurs wird auf Antrag als Stu­di­en­wo­chen­en­de bei der Aus­bil­dung Lit­ur­gie im Fern­kurs des Deut­schen Lit­ur­gi­schen Insti­tuts in Trier aner­kannt.

16. Biblisches Wochenende
05.11. — 07.11.2021

Prof. Dr. Franz-Xaver Sedl­mei­er
Das Lied der Han­na (1 Sam 2,1–10) und die Jugend­ge­schich­te des Samu­el (1 Sam 1–3)
Zu den vie­len Psal­men, die sich außer­halb des Psal­ters fin­den, gehört auch das Lob­lied der Han­na, das Jahr­hun­der­te spä­ter im Magni­fi­kat Mari­as (Lk 1,46–55) sei­nen Wider­hall fin­det. Das bibli­sche Wochen­en­de beschäf­tigt sich mit der Jugend­ge­schich­te des Samu­el 1 Sam 1–3: mit der Not Han­nas, ihrer Got­tes­er­fah­rung in der Stun­de der Not, mit ihrem Lob- und Dank­lied über die Geburt des Kin­des und mit der Beru­fung des Samu­el. Schließ­lich wer­fen wir einen Blick auf die rei­che Rezep­ti­ons­ge­schich­te die­ser Erzäh­lung und ihrer bei­den Haupt­ge­stal­ten Han­na und Samu­el.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 75,00

17. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
15.11. — 20.11.2021

Dr. Wil­fried Hage­mann
Bewahrt die Ein­heit des Geis­tes (Ephe­ser 4,3)
Pries­ter sein in der Kir­che – mit der Kir­che – für die Kir­che.
Wir leben in einer Welt, die den Sinn für die Kir­che zu ver­lie­ren im Begriff ist.
Vie­le haben die­ses The­ma abge­schrie­ben und zie­hen aus der Kir­che aus.
Die Exer­zi­ti­en wol­len ein Bei­trag sein,  sich die Kir­che vom Auf­er­stan­de­nen Herrn schen­ken zu las­sen, sich neu auf den Weg zu machen, auch auf den syn­oda­len Weg, den unse­re Bischö­fe zusam­men mit den Lai­en begon­nen haben.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 345,00
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 95,00

18. Biblische Exerzitien mit den Psalmen
21.11. — 26.11.2021

Prof. Dr. Franz-Xaver Sedl­mei­er
„Du hast mein Kla­gen in Tan­zen ver­wan­delt“ (Psalm 30,12)
Die Psal­men sind ein Lebens­buch. Sie neh­men das Leben mit sei­nen unter­schied­li­chen und wider­sprüch­li­chen Erfah­run­gen in den Blick und deu­ten die­se im Lich­te Got­tes. Wo mensch­li­ches Leben mit Gott ins Gespräch gebracht wird, ändert es sich. Neu­es erschließt sich. Per­spek­ti­ven tun sich auf. So wohnt den Psal­men eine ver­wan­deln­de Kraft inne. Des­halb eig­nen sich die­se Gebe­te, um in die Dyna­mik der Exer­zi­ti­en ein­zu­tre­ten  und das eige­ne Leben Gott anzu­ver­trau­en. Dazu möch­ten die­se Exer­zi­ti­en ermu­ti­gen.

Zu die­sen Vor­trags­ex­er­zi­ti­en mit Schwei­gen sind ein­ge­la­den: Pries­ter und Pas­to­ren, Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­ger und alle, die ihr Leben mit Gott ins Gespräch brin­gen wol­len.

Ele­men­te des Pro­gramms: Chor­ge­bet, Got­tes­diens­te, Impuls­re­fe­ra­te zu den Psal­men (vor­mit­tags und nach­mit­tags), Raum für Stil­le und Hören, Gele­gen­heit zum per­sön­li­chen Gespräch (ein­zeln und in der Grup­pe).

Beginn 18:00 Uhr | Ende 10:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 340,00 | ZBZ EUR 320,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 95,00

19. Philosophisches Seminar
03.12. — 05.12.2021

Prof. Dr. Dr. Han­na-Bar­ba­ra Gerl-Fal­ko­vitz
John Hen­ry New­man (1801–1890): Wahr­heit und Gewis­sen
Sel­ten sind auf einen ein­zi­gen Namen anhal­ten­de geschicht­li­che Umwäl­zun­gen zurück­zu­füh­ren. John Hen­ry New­man ist aber tat­säch­lich die ein­sa­me Stim­me eines angli­ka­ni­schen Geist­li­chen in Oxford, der einen „zwei­ten Früh­ling“ der katho­li­schen Kir­che in Eng­land nach Jahr­hun­der­ten des Ver­stum­mens, ja des blu­ti­gen Mar­ty­ri­ums brach­te.
Für die heu­ti­ge wahr­heits­skep­ti­sche und ‑müde Zeit kann das bren­nen­de Ver­lan­gen New­mans nach Wahr­heit ein neu­es Nach­den­ken ein­lei­ten. Und wenn er mit dem berühm­ten Trink­spruch zitiert wird: „Zuerst auf das Gewis­sen, dann auf den Papst!“, so ist mit­zu­hö­ren, daß Gewis­sen nicht ein belie­bi­ges Mei­nen bedeu­tet. New­man hat es unter stren­ge Selbst­ver­pflich­tung gestellt – stren­ger als es heu­te gefällt. Daß er dies mit dem Charme und dem Stil des begna­de­ten Theo­lo­gen tut, ist ein Geschenk an die Chris­ten­heit.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­büh­ren EUR 65,00

 

 

Zum Anmel­de­for­mu­lar

Alle auf­ge­führ­ten Bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen wer­den von der KEB im Bis­tum und dem Klos­ter Wel­ten­burg ange­bo­ten.