Kursprogramm 2020

1. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
09.03. — 13.03.2020

Prälat Prof. Dr. Lud­wig Mödl
“Ich suche dich, Du Unbe­grei­flich­er” — Die Rede von Gott als Zen­trum christlich­er Verkündi­gung
Das Geheim­nis Gottes wird unter das Stich­wort Dreifaltigkeit gestellt. Die dahin­ter­ste­hen­den Glaubens- und Lebenser­fahrun­gen sollen bei den Exerz­i­tien zur Sprache kom­men, und zugle­ich die Leben­skraft des christlichen Gottglaubens bewusst gemacht wer­den.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 272,00
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 83,00

2. Benediktinische Spiritualität
13.03. — 15.03.2020

Abt­pri­mas em. Prof. Dr. Notk­er Wolf OSB
Das rechte Maß — „die Mut­ter aller Tugen­den“ (Benedik­tus­regel 64,19)
Unsere Welt scheint aus den Fugen ger­at­en zu sein und sich noch weit­er aufzulösen: poli­tisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich, nicht zulet­zt auch ökol­o­gisch. Gier und Rechthaberei zeigt sich allen­thal­ben. Die Kom­pro­miss­bere­itschaft ist der Radikalisierung gewichen. Benedikt von Nur­sia hat in sein­er Regel dem Abt ins Stamm­buch geschrieben: „Bei geistlichen wie bei weltlichen Aufträ­gen unter­schei­de er genau und halte Maß…Die maßvolle Unter­schei­dung, die Mut­ter aller Tugen­den, beherzige er.“ Auf dieses rechte Maß gilt es sich wieder zu besin­nen für ein men­schlich­es Miteinan­der und die Bewahrung unser­er Natur.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 75,00

3. Bibel-Seminar
20.03. — 22.03.2020

Prof. Dr. Klaus Berg­er
Was sagen Bibel und Liturgie über Stille und Schweigen?
Die Alte Kirche spricht von den schreien­den Geheimnis­sen, und in der Pros­tra­tio am Kar­fre­itag liegen die Priester schweigend vor dem Altar. Die jüdis­chen Vorstufen des Johan­ne­se­van­geli­ums sagen nicht: Im Anfang war das Wort, son­dern sprechen vom anfänglichen Schweigen. Nach frühen Tex­ten der Kirche ist das Schweigen die Urmut­ter aller Dinge. Und was meint die Offen­barung mit der „hal­ben Stunde Schweigen“ vor dem let­zten Ende? Die Span­nung von Wort und Schweigen, von Schweigen und Schauen, von Ver­s­tum­men und Lobpreisen sind The­men des Sem­i­nars.

Beginn 17:45 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 85,00

4. Choralkurs (Folge 22)
03.04. — 05.04.2020

Prof. Stephan Zippe
Choralkurs
Der Gre­go­ri­an­is­che Choral ist der der römis­chen Liturgie eigene Gesang. Die Ein­stim­migkeit ver­lei­ht diesen Gesän­gen schon beim ersten Hören einen beson­deren Charme. Welche Aus­druck­skraft in ihnen steckt, das soll in diesem Kurs für die Teil­nehmer erfahrbar wer­den. Im Mit­telpunkt ste­ht das gemein­same Sin­gen, daneben wird auch notwendi­ges Grund­wis­sen ver­mit­telt. Am Son­ntagvor­mit­tag ist die musikalis­che Mit­gestal­tung der Eucharistiefeier in der Klosterkirche geplant. In diesem Zusam­men­hang sind im Kursablauf immer wieder Stimm­bil­dung­sein­heit­en vorge­se­hen. Neben all­ge­mein Wis­senswertem aus der Gre­go­ri­anik liegt ein Schw­er­punkt der Arbeit auf der rhyth­mis­chen Aus­führung der Gesänge. Die Gre­go­ri­an­is­che Semi­olo­gie liefert heute das Knowhow dazu. Voraus­set­zun­gen für die Kursteil­nahme sind Inter­esse am Gre­go­ri­an­is­chen Choral und Freude am Umgang mit der eige­nen Singstimme. The­o­retis­che Ken­nt­nisse dür­fen gerne mit­ge­bracht wer­den, sind für eine Teil­nahme aber nicht unbe­d­ingt erforder­lich.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 65,00

Dieser Kurs wird auf Antrag als Stu­di­en­woch­enende bei der Aus­bil­dung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Litur­gis­chen Insti­tuts in Tri­er anerkan­nt.

5. Osterkurs
09.04. — 13.04.2020

Diakon Xaver Käs­er
“Deinen Tod, o Herr, verkün­den wir, und deine Aufer­ste­hung preisen wir.”
Im Mit­telpunkt dieser Tage ste­ht die Feier von Tod und Aufer­ste­hung Jesu. Im Stun­denge­bet, das wir in der Hauskapelle des Gäste­haus­es feiern, tauchen wir in die Welt der Psalmen ein. In den Gottes­di­en­sten, die wir zusam­men mit dem Kon­vent der Benedik­tin­er in der Klosterkirche feiern, soll die Liturgie der Kirche in ihrer vollen Schön­heit und Länge erleb­bar wer­den. Die Liturgie wird getra­gen von der „Wies-Schola“, die den gre­go­ri­an­is­chen Choral und deutsche Liturgiegesänge pflegt. Die Teil­nehmer bilden aber auch selb­st einen gemis­cht­en Chor und tra­gen so zur Fes­tlichkeit der Liturgie aktiv bei.
Geistliche Impulse wer­den bei der Vor­bere­itung der Gottes­di­en­ste geset­zt. Glaube, Musik, Liturgie und Leben bilden hier eine Ein­heit, wie sie in ein­er durch­schnit­tlichen Pfar­rge­meinde nicht erlebt wer­den kann.

Beginn 17:30 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 272,00 | ZBZ EUR 256,00 pro Per­son

6. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
17.04. — 19.04.2020

Prof. Dr. Melanie von Cla­parède
Große Altäre des Spät­mit­te­lal­ters
Der Gen­ter Altar von Jan und Hubert van Eyck, vol­len­det 1432, in St. Bavo zu Gent. Der Wolf­gangs-Altar von Michael Pach­er in St. Wolf­gang im Salzkam­mergut, 1471–1481. Der Marien-Altar von Veit Stoß in der Marienkirche zu Krakau, 1477–1489. Der Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemen­schnei­der in St. Jakob zu Rothen­burg ob der Tauber, 1499–1505.
Der Isen­heimer Altar von Matthias Grünewald im Unter­lin­den-Muse­um (ehem. Franziskaner­in­nen-Kirche) in Col­mar, Elsaß, vol­len­det 1513. Wie ern­sthaft-christlich­er Geist und über­ra­gen­des Handw­erk in Malerei und Bild­schnitzerei die Glaubenswahrheit­en zu verkün­den mögen. Als ob der Heilige Geist in Pin­sel und Meißel gefahren sei! Staunend und bewun­dernd lesen wir dieses Bilder und verin­ner­lichen sie, die mehr aus­sagen, als es jedes gesproch­ene Wort ver­mag, und begreifen das Mys­teri­um Gottes im Ganzen der Heili­gen Messe.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 100,00

7. Philosophisches Seminar
01.05. — 03.05.2020

Prof. Dr. Dr. Han­na-Bar­bara Gerl-Falkovitz
Edith Stein (1891–1942). Vom Unglauben über die Philoso­phie zur Mys­tik.
Unter den weni­gen Pho­togra­phien Edith Steins fall­en zwei Ge­sichter auf, die doch eines sind: die stolze, selb­st­be­wußte, ungläu­bige Dok­torin der Philoso­phie und die „Braut des Lammes” mit dem rät­sel­haft schmer­zlichen und tief verinner­lichten Gesicht­saus­druck auf dem Bild ihrer Ein­kleidung in den Köl­ner Karmel im April 1934. Dazwis­chen liegt ein Abstand, den Edith Stein mit Denken, mit Feuer, mit Leben, mit Glück, aber auch mit holo­caus­tum gefüllt hat – einem Wort, das sie selb­st bere­its 1934 im Sinne eigen­er „Ganzhingabe” ver­wen­det. Ihr let­ztes Werk, die “Kreuzeswis­senschaft” (1942), führt tief in die Mys­tik dieses Wortes ein.

Beginn 17:45 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 65,00

8. Auszeit für Männer
12.06. — 14.06.2020
abgesagt durch Referent

P. Paulus-Maria Tautz CFR
„Gott braucht Män­ner“
Män­ner sind mit­tler­weile eine gefährdete Art. 90% der Dro­gen­ab­hängi­gen sind Män­ner. Wir haben offen­sichtlich ein Prob­lem. Dabei wer­den die gefährlich­sten Berufe immer noch von Män­nern beset­zt und fast alles in unser­er Infra­struk­tur haben Män­ner gebaut. Viele sagen aber: Män­ner sind gefährlich und ver­di­enen immer noch zu viel.
Hat Gott beim ersten Men­schen einen Fehler gemacht? Wer­den heute Män­ner über­haupt noch gebraucht? Was ist also die Auf­gabe des Mannes? Was ist noch seine Beru­fung neben Kinder machen und Motor­rad­fahren?
Gott braucht aber diese ‘Mas­chine’, die ER selb­st geschaf­fen hat! Gott braucht dieses gefährliche Wesen mit all seinem Poten­tial! Gottes erstes Buch, die Natur, und die Bibel geben Auskun­ft. Gemein­sam wollen wir an diesem Woch­enende unserem von Gott gegebe­nen Auf­trag nach­spüren. Wir wollen gemein­sam beten und hören, sin­gen und feiern. Ermutigt wollen wir nach diesem gemein­samen Woch­enende am Mon­tag wieder zu unseren Her­aus­forderun­gen zurück­kehren. Bring einen Fre­und, Kol­le­gen oder Nach­barn mit! Gott ist ein Kün­stler und kann die Herzen und Leben der Men­schen dauer­haft verän­dern. Hier­mit lade ich Dich her­zlich zum Aben­teuer Gottes ein!

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 65,00

9. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
26.06. — 28.06.2020

Prof. Dr. Melanie von Cla­parède
„Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt“.
Neue Erken­nt­nisse aus dem Antlitz Christi im Schleier von Manop­pel­lo und dem Grab­tuch von Turin in Liturgie und Kun­st.

    1. Das Antlitz Christi im Kirchen­raum und auf litur­gis­chen Geräten auf dem Altar.
    2. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Über die Wall­fahrt­skapelle St. Wolf­gang zu Pip­ping bei München.
    3. Du bist König und Priester auf ewig nach der Ord­nung des Melchisedek.“
      Die Apos­telkom­mu­nion. Wann trägt der Kruz­i­fixus welch­es Gewand?
      Darstel­lun­gen der Kreuzi­gung vom frühen Chris­ten­tum bis zum Barock.
      Vom Chris­tus Vic­tor zum Chris­tus Patiens.
    4. Per Mari­am ad Jesum“. Der heilige Schleier von Manop­pel­lo mit dem Antlitz ihres Sohnes von Maria durch­betet und zu ihrem Tod auf ihr Haupt gelegt.
      Über die „Entschla­fung der Gottes­mut­ter“ in ein­er alt­ge­or­gis­chen Hand­schrift.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 100,00

10. Ikonenmalkurs I
06.07. — 08.07.2020
ausgebucht, Anmeldung auf Warteliste möglich

Pfr. Yor­dan Pashev
Die Ikone ist das Kult­bild der ortho­dox­en Kirche.
Lassen Sie sich von der Fasz­i­na­tion der Ikone ver­führen. Beschäfti­gen Sie sich mit ihrem religiösen und geschichtlichen Hin­ter­grund, um dann sel­ber zum Pin­sel zu greifen. Sie wer­den mit der Tech­nik der Iko­nen­malerei ver­traut gemacht und auf eine Reise zu den tra­di­tionellen Denkmälern der Iko­nen­malerei geführt. Nach dem Kurs kön­nen Sie Ihre selb­st geschaf­fene Ikone mit­nehmen. Am Ende des Kurs­es wer­den die Iko­nen geseg­net.
Mate­r­i­al kann beim Kursleit­er bezo­gen wer­den. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

11. Ikonenmalkurs II
08.07. — 10.07.2020
ausgebucht, Anmeldung auf Warteliste möglich

Pfr. Yor­dan Pashev
Die Ikone ist das Kult­bild der ortho­dox­en Kirche.
Lassen Sie sich von der Fasz­i­na­tion der Ikone ver­führen. Beschäfti­gen Sie sich mit ihrem religiösen und geschichtlichen Hin­ter­grund, um dann sel­ber zum Pin­sel zu greifen. Sie wer­den mit der Tech­nik der Iko­nen­malerei ver­traut gemacht und auf eine Reise zu den tra­di­tionellen Denkmälern der Iko­nen­malerei geführt. Nach dem Kurs kön­nen Sie Ihre selb­st geschaf­fene Ikone mit­nehmen. Am Ende des Kurs­es wer­den die Iko­nen geseg­net.
Mate­r­i­al kann beim Kursleit­er bezo­gen wer­den. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

12. Kalkmalerei & Fresko
10.07. — 12.07.2020
ausgebucht, Anmeldung auf Warteliste möglich

Pfr. Yor­dan Pashev
Die Wand­malerei gehört zu den früh­esten Kul­turleis­tun­gen der Men­schheit.
Im Laufe ihrer jahrtausende alten Geschichte hat sich diese Malkun­st nicht nur stilis­tisch, son­dern auch in ihren Tech­niken in großer Vielfalt entwick­elt. Unter den ver­schiede­nen Ver­fahren gewann das Fresko (ital. dipin­gere al fres­co = Malen ins Frische) beson­dere Bedeu­tung. Im Kurs kön­nen Sie sich diese Tech­nik aneignen, mit in Wass­er angerührten Farbpig­menten auf noch feuchtem Kalkputz Ihr Bild malen und anschließend Ihre selb­st geschaf­fene Tafel mit nach Hause nehmen.
Am Son­ntag wer­den die Fresken inner­halb eines ortho­dox­en Gottes­di­en­stes geseg­net.
Mate­r­i­al kann beim Kursleit­er bezo­gen wer­den. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

13. “Bibel, Spiritualität und Kunst.”
02.08. — 07.08.2020

Prof. Dr. Franz Sedlmeier & Prof. Dr. Wolf­gang Vogl
David — der Gesalbte JHWHs und Israels König
“Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand”, lautet die bekan­nte Ver­heißung des Propheten Natan, die er König David und seinen Nachkom­men ankündigt (2 Sam 7,16; Ps 89,6). Die bib­lis­chen Schriften weisen David eine beson­dere Bedeu­tung zu, ver­ber­gen aber in kein­er Weise sein Fehlver­hal­ten, sein Ver­sagen, seine Schuld. Als Beter, der sein Leben mit den Höhen und Tiefen Gott anheimgibt, wird der “Psalmen­beter” David zum Vor­bild des Gottesvolkes wie des einzel­nen Gläu­bi­gen für ihren je eige­nen Glaubens- und Lebensweg.
Das Neue Tes­ta­ment greift mehrfach auf die Gestalt Davids zurück. In Jesus, dem Sohn Davids, gewin­nen die großen Ver­heißun­gen des Alten Bun­des neu an Bedeu­tung. Die Rezep­tio­nen der Davids­gestalt in Spir­i­tu­al­ität und Kun­st erschließen den Reich­tum der bib­lis­chen Offen­barung und der Glaubens­geschichte des Gottesvolkes.
Wir laden Sie ein, mit uns die Gestalt Davids ken­nen­zuler­nen und neu zu ent­deck­en.

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 345,00 | ZBZ EUR 325,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 130,00

14. Philosophisches Seminar
22.08. — 29.08.2020
Download detailiertes Programm zum Philosophischen Seminar

Prof. Dr. Nor­bert Fis­ch­er, Prof. Dr. Stephan Herzberg und
Prof. Dr. Lenka Kar­fíková

Augusti­nus: Vom freien Willen – De libero arbi­trio (387–395)
Nach­dem die philosophis­chen Sem­i­nare in Kloster Wel­tenburg im Jahr 2000 mit Augustins Con­fes­siones begonnen hat­ten, fol­gten Sem­i­nare zu Kant (2005–2009), Hei­deg­ger, Lev­inas und Meis­ter Eck­hart´. Im neuen Sem­i­nar geht es um eine recht frühe, schon zu Lebzeit­en Augustins und in der Folge stark umkämpfte Schrift, die eine philosophis­che Grund­frage der The­olo­gie
bet­rifft und bis heute Kon­tro­ver­sen her­vor­ruft. Beson­ders umkämpft war die Frage der Wil­lens­frei­heit in der Refor­ma­tion­szeit (vgl. Eras­mus von Rot­ter­dam: De libero arbi­trio; dage­gen Mar­tin Luther: De ser­vo arbi­trio). Erneute Schärfe erlangte sie im Zusam­men­hang der Grund­fra­gen Kants (»Gott«, »Frei­heit«, »Unsterblichkeit«). Bis heute spie­len die Fra­gen der ›Frei­heit‹ und der ›Zurechen­barkeit von Hand­lun­gen‹ eine zen­trale Rolle. Dieses alle denk­enden Men­schen bewe­gende The­ma soll in Vorträ­gen, Lek­türe und Diskus­sio­nen verge­gen­wär­tigt wer­den.

Die Leitung teilen sich Stephan Herzberg (Buch 1), Lenka Kar­fíková (Buch 2) und Nor­bert Fis­ch­er (Buch 3).

Zur ersten Ein­führung: Augusti­nus: Opera. Werke (Band 9): De libero arbi­trio. Der freie Wille. Zweis­prachige Aus­gabe. Ein­geleit­et, über­set­zt und her­aus­gegeben von Johannes Brach­t­en­dorf. Pader­born: Schön­ingh 2006.
Nor­bert Fis­ch­er (Hg.): Die Gnaden­lehre als ›salto mor­tale‹ der Ver­nun­ft? Natur, Frei­heit und Gnade im Span­nungs­feld von Augusti­nus und Kant. Mit Beiträ­gen von Gio­van­na D’Aniello, Johannes Brach­t­en­dorf, Flo­ri­an Bruck­mann, Chris­t­ian Danz, Math­ias Eich­horn, Nor­bert Fis­ch­er, Gun­tram Förster, Max­i­m­il­ian Forschn­er, Lenka Kar­fíková, There­sia Maier, Erich Naab, Horst Sei­dl, Jakub Sirovát­ka und Fred­er­ick Van Fleteren. Freiburg/München: Karl Alber 2012.

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 491,00 EUR ZBZ EUR 463,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 110,00

15. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
05.10. — 09.10.2020

Prälat Prof. Dr. Lud­wig Mödl
Die block­ierte Reform und die geistlichen Ämter.
Wie selb­stver­ständliche gin­gen die Väter des II. Vatikanis­chen Konzils davon aus, dass der Klerus die angedacht­en Refor­men vorantreibt. Die offen­sichtliche Krise aller Refor­men macht die Ver­ant­wortlichen, vornehm­lich die Priester, und alle anderen Haup­tamtlichen hil­f­los. Wie mit dieser Sit­u­a­tion umge­hen? Wie neue Hoff­nung schöpfen?

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 272,00
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 83,00

16. Bibel-Seminar
09.10. — 11.10.2020

Prof. Dr. Klaus Berg­er
Teufel und böse Geis­ter
Ist der Teufel Per­son oder Fik­tion? Warum treibt die Kirche noch immer böse Geis­ter aus? Wohnt der Teufel in der Hölle — oder doch eher im Vatikan? Schieben Chris­ten die Sün­den­schuld auf den Teufel ab? Was besagt es, wenn die Bibel den Teufel den „Ver­such­er“ nen­nt? Wird dadurch unsere Schuld größer oder klein­er? Warum reden wir über­haupt vom Teufel?

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 85,00

17. Choralkurs (Folge 23)
30.10. — 01.11.2020

Prof. Stephan Zippe
Choralkurs
Der Gre­go­ri­an­is­che Choral ist der der römis­chen Liturgie eigene Gesang.
Die Ein­stim­migkeit ver­lei­ht diesen Gesän­gen schon beim ersten Hören einen beson­deren Charme. Welche Aus­druck­skraft in ihnen steckt, das soll in diesem Kurs für die Teil­nehmer erfahrbar wer­den. Im Mit­telpunkt ste­ht das gemein­same Sin­gen, daneben wird auch notwendi­ges Grund­wis­sen ver­mit­telt. Am Son­ntagvor­mit­tag ist die musikalis­che Mit­gestal­tung der Eucharistiefeier in der Klosterkirche geplant. In diesem Zusam­men­hang sind im Kursablauf immer wieder Stimm­bil­dung­sein­heit­en vorge­se­hen.
Neben all­ge­mein Wis­senswertem aus der Gre­go­ri­anik liegt ein Schw­er­punkt der Arbeit auf der rhyth­mis­chen Aus­führung der Gesänge. Die Gre­go­ri­an­is­che Semi­olo­gie liefert heute das Knowhow dazu. Voraus­set­zun­gen für die Kursteil­nahme sind Inter­esse am Gre­go­ri­an­is­chen Choral und Freude am Umgang mit der eige­nen Singstimme. The­o­retis­che Ken­nt­nisse dür­fen gerne mit­ge­bracht wer­den, sind für eine Teil­nahme aber nicht unbe­d­ingt erforder­lich.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 65,00

Dieser Kurs wird auf Antrag als Stu­di­en­woch­enende bei der Aus­bil­dung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Litur­gis­chen Insti­tuts in Tri­er anerkan­nt.

18. Biblisches Wochenende
06.11. — 08.11.2020

Prof. Dr. Franz-Xaver Sedlmeier
Die sieben Selig­preisun­gen in der Offen­barung des Johannes
Der Ver­fass­er der Apoka­lypse fügt in seine Schrift zahlre­iche Psalmen und Hym­nen, Gebete und Lobpreisun­gen ein, die den drama­tis­chen Weg des Gottesvolkes in der Endzeit begleit­en und deuten. In diesem let­zten Buch der Bibel find­en sich auch sieben Selig­preisun­gen.
Wir ken­nen vor allem die Selig­preisun­gen aus der Berg­predigt des Matthäus (Mt 5,1–12) oder aus der Fel­drede des Lukas (Lk 6,20–26). Den wenig­sten ist bekan­nt, dass der hebräis­che Text des Alten Tes­ta­ments 45 Selig­preisun­gen bringt; die griechis­che Über­set­zung des Alten Tes­ta­ments, die sog. Sep­tu­ag­in­ta, fügt noch weit­ere 17 hinzu. Das Neue Tes­ta­ment über­liefert uns ins­ge­samt 44 Selig­preisun­gen. Sieben von ihnen find­en sich in der Offen­barung des Johannes.
Beim Bib­lis­chen Woch­enende wid­men wir uns diesen sieben Selig­preisun­gen, unter­suchen die Texte, in die sie einge­fügt sind, und fra­gen nach ihrer Bedeu­tung für den Glaubensweg des Gottesvolkes. Zugle­ich will das Woch­enende Wege ebnen zu einem ver­tieften Ver­ständ­nis dieses let­zten Buch­es der Bibel.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 75,00

19. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
16.11. — 21.11.2020

Dr. Wil­fried Hage­mann
Mit wem gehst Du — Wohin du gehst, dahin gehe auch ich … (Rut 1,16)

Syn­odales Gehen – gemein­sames Unter­wegs­sein von Laien und Priestern – eine echte Chance zur Ver­tiefung des Priester­seins heute.

In seinem Brief an das Volk Gottes in Deutsch­land fragt Papst Franziskus, ob wir loslassen kön­nen, so sehr, dass Gottes Geist uns neu ansprechen kann. Im Hören auf den Geist und auf das, “was der Geist den Gemein­den sagt”, fra­gen wir uns, wohin Er die Kirche von heute führt. Wo kann ich den syn­odalen Weg mit­ge­hen? Wo sehe ich Schwierigkeit­en? Wo stellen sich Wider­stände ein? — Wir wollen in die Stille gehen und ins Gespräch kom­men. Das Buch Rut kön­nte uns anre­gen, uns für das Fremde zu öff­nen und einen gemein­samen Weg zu gehen, dem ver­trauend, der uns von der Zukun­ft her ent­ge­genkommt.

Beginn 17:45 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 345,00
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

20. Philosophisches Seminar
04.12. — 06.12.2020

Prof. Dr. Dr. Han­na-Bar­bara Gerl-Falkovitz
“Gottes Unbe­grei­flichkeit trifft das Herz.”
Romano Guar­di­nis blutvolle The­olo­gie
Gottes Unbe­grei­flichkeit trifft das Herz. Wenn aber der Men­sch den Mut zu sich sel­ber hat, so wie Gott ihn geschaf­fen, dann kann er nicht anders, als mit Selb­stver­ständlichkeit jenes Unge­heuer­liche wollen. Die Wider­sprüche fan­gen erst an, wenn der Men­sch von den eigentlichen Maßstäben abfällt. Nicht das Hohe ist ver­wick­elt, son­dern das Abge­fal­l­ene (Guar­di­ni, Der Herr, Würzburg 2. A. 1938, 148f). Mit solchen Sätzen wurde Romano Guar­di­ni zum unvergesse­nen Lehrer und Erzieher von zwei Gen­er­a­tio­nen auf eine großent­wor­fene The­olo­gie hin: auf das drama­tis­che Zusam­men­spiel von Gott und Men­sch, auf die unver­gle­ich­liche Erlö­sung durch den „Her­rn“, auf die wenig begrif­f­ene Größe und Abgründigkeit des Men­schen selb­st. Diese „The­olo­gie des Herzens“, die Guar­di­ni im Anschluß an Augusti­nus entwick­elt, wird in gemein­samer Lek­türe und Vorträ­gen erschlossen.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 146,00 | ZBZ EUR 138,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 65,00

 

Zum Anmelde­for­mu­lar

Alle aufge­führten Bil­dungsver­anstal­tun­gen wer­den von der KEB im Bis­tum und dem Kloster Wel­tenburg ange­boten.