Kursprogramm 2019

1. Benediktinische Spiritualität
15.02. — 17.02.2019

Abt­pri­mas em. Prof. Dr. Notk­er Wolf OSB
“Der Men­sch lebt nicht vom Brot allein.“ — die Bedeu­tung der Lec­tio Div­ina
Ein alter Brauch der Mönche ist die Lec­tio Div­ina, die betende Lesung. Schon die Mönche der ägyp­tis­chen Wüste pflegten sie. Sie ist das tägliche Brot, das von uns aufgenom­men wird und uns umgestal­tet, uns zu wahren Chris­ten macht. Es wer­den konkrete Beispiele gegeben.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 75,00

2. Bibel-Seminar
15.03. — 17.03.2019

Prof. Dr. Klaus Berg­er
Was kommt nach dem Tod?
Neue Antworten aus alten Liturgien, ganz alten Bibel­tex­ten und noch älteren Pyra­mi­den- und Keilschrift­tex­ten.
Erläuterung: Vor- und Anze­ichen schon im hohen Alter. Ster­ben schon ein­mal bei der Taufe. Kom­mu­nion als Wegzehrung, „Let­zte“ Ölung als Schutz. Feuerbestat­tung für Chris­ten oder lieber Fried­wälder oder Seebestat­tung? Was heißt hier Paradies? Fege­feuer. Hil­ft Gebet oder Mes­se­le­sen den Toten? Wird Jesus dann wiederkom­men? Wer­den sich „die“ Juden vorher bekehren? Was heißt: Ruhen in Abra­hams Schoß? Was geschieht Neues bei der Aufer­ste­hung? Wird unser Dack­el auch dabei sein? Wer­den wir unsere Oma wieder­se­hen? Woher kön­nen wir das alles wis­sen oder ahnen? Und nicht zulet­zt: Welche Per­spek­tiv­en gibt dieses Danach unserem gegen­wär­ti­gen Leben?

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 85,00

3. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
25.03. — 29.03.2019

Prälat Prof. Dr. Lud­wig Mödl
Katholis­che Spir­i­tu­al­ität im Zeital­ter der Ökumene
In der spir­ituellen Prax­is haben sich seit der Ref­or­ma­tion des 16. Jahrhun­derts in den Kon­fes­sio­nen unter­schiedliche Tra­di­tio­nen entwick­elt, die nicht unbe­d­ingt gegeneinan­der ste­hen, son­dern sich dur­chaus befrucht­en kön­nten. Wir Katho­liken soll­ten uns unseres Reich­tums bewusst wer­den und uns dadurch für den Aus­tausch mit den evan­ge­lis­chen und ortho­dox­en Brüdern und Schwest­ern befähi­gen. In den Exerz­i­tien wollen wir ver­schiedene spir­ituellen Prak­tiken in den Blick nehmen und ihre öku­menis­chen Möglichkeit­en bedenken.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ GEO EUR 252,00 EUR
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 83,00

4. Osterkurs
18.04. — 22.04.2019

Diakon Xaver Käs­er
“Deinen Tod, o Herr, verkün­den wir, und deine Aufer­ste­hung preisen wir.”
Im Mit­telpunkt dieser Tage ste­ht die Feier von Tod und Aufer­ste­hung Jesu. Im Stun­denge­bet, das wir in der Hauskapelle des Gäste­haus­es feiern, tauchen wir in die Welt der Psalmen ein, und in den großen Gottes­di­en­sten, die wir zusam­men mit dem Kon­vent der Benedik­tin­er in der Klosterkirche feiern, soll die Liturgie der Kirche in ihrer vollen Schön­heit und Länge erleb­bar wer­den. Die Liturgie wird getra­gen von der „Wies-Schola“, die den gre­go­ri­an­is­chen Choral und deutsche Liturgiegesänge pflegt. Die Teil­nehmer bilden aber auch selb­st einen gemis­cht­en Chor und tra­gen so zur Fes­tlichkeit der Liturgie aktiv bei.
Geistliche Impulse wer­den bei der Vor­bere­itung der Gottes­di­en­ste geset­zt. Glaube, Musik, Liturgie und Leben bilden hier eine Ein­heit, wie sie in ein­er durch­schnit­tlichen Pfar­rge­meinde nicht erlebt wer­den kann.

Beginn 17:30 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 252,00 | ZBZ EUR 236,00 pro Per­son

5. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
26.04. — 28.04.2019

Prof. Dr. Melanie von Cla­parède
„Über Maria, Mut­ter Gottes und Mut­ter der Kirche“ Vom altä­gyp­tis­chen Mythos zum Wer­den christlich­er Mys­tik.
„Alles was ihr also von der Kirche sagt, kann auch von Maria gesagt wer­den“ (Augusti­nus, De civ­i­tate dei)
Aus­gangspunkt ist das Konzil zu Eph­esos im Jahre 431, auf dem Maria als Gottes­ge­bärerin und somit Teil­haberin am Erlö­sungswerk Christi definiert wurde. Der Gang durch das Kirchen­jahr wird unser Leit­faden sein: Das Ave, die Heim­suchung, die Geburt Christi, die Kreuzi­gung, die Grable­gung, das Pfin­gst­fest, die Him­melfahrt Christi. Hinzu kom­men einzelne Altar- und Andachts­bilder, die Mariens Größe ver­an­schaulichen: Maria Mut­ter Gottes, Thron der Weisheit, Marien­klage (Pietà), Apoka­lyp­tis­che Frau, Maria als und im Hor­tus Con­clusus, die Him­melfahrt Mariens, ihre Krö­nung im Him­mel, Maria Mut­ter der Kirche, Maria als Eccle­sia. Die Madon­na Platytera. Die Lau­re­tanis­che Litanei und der Rosenkranz.
Maria aus katholis­ch­er und evan­ge­lis­ch­er Sicht. Mar­i­an­is­che Dog­men.
Wir wer­den uns an aus­gewählten Beispie­len bewe­gen in Skulp­tur, Malerei und Buch­malerei, von frühen byzan­ti­nis­chen Iko­nen über Kün­stler wie Jan van Eyck, Matthias Grünewald, Riemen­schnei­der, Veit Stoß und Tiz­ian, Rem­brandt und Rubens. Dabei dür­fen die großen Mariener­schei­n­un­gen von Guade­loupe, Lour­des, La Salette, Knock und ins­beson­dere Fati­ma in ihrer hochak­tuellen Bedeu­tung nicht uner­wäh­nt bleiben. Nach­denken über die Notwendigkeit, in unseren Zeitläuften den Rosenkranz zu beten.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 100,00

6. Choralkurs (Folge 20) — ausgebucht, Anmeldung nur noch auf Wartelsite möglich!
17.05. — 19.05.2019

Prof. Stephan Zippe
Der Gre­go­ri­an­is­che Choral ist der der römis­chen Liturgie eigene Gesang.
Die Ein­stim­migkeit ver­lei­ht diesen Gesän­gen schon beim ersten Hören einen beson­deren Charme. Welche Aus­druck­skraft in ihnen steckt, das soll in diesem Kurs für die Teil­nehmer erfahrbar wer­den. Im Mit­telpunkt ste­ht das gemein­same Sin­gen, daneben wird auch notwendi­ges Grund­wis­sen ver­mit­telt. Am Son­ntagvor­mit­tag ist die musikalis­che Mit­gestal­tung der Eucharistiefeier in der Klosterkirche geplant. In diesem Zusam­men­hang sind in den Kursablauf immer wieder Stimm­bil­dung­sein­heit­en vorge­se­hen.
Neben all­ge­mein Wis­senswertem aus der Gre­go­ri­anik liegt ein Schw­er­punkt der Arbeit auf der rhyth­mis­chen Aus­führung der Gesänge. Die Gre­go­ri­an­is­che Semi­olo­gie liefert heute das Knowhow dazu. Voraus­set­zun­gen für die Kursteil­nahme sind Inter­esse am Gre­go­ri­an­is­chen Choral und Freude am Umgang mit der eige­nen Singstimme. The­o­retis­che Ken­nt­nisse dür­fen gerne mit­ge­bracht wer­den, sind für eine Teil­nahme aber nicht unbe­d­ingt erforder­lich.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 65,00

Dieser Kurs wird auf Antrag als Stu­di­en­woch­enende bei der Aus­bil­dung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Litur­gis­chen Insti­tuts in Tri­er anerkan­nt.

7. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
28.06. — 30.06.2019

Prof. Dr. Melanie von Cla­parède
„Kro­ne, Sal­bung und Gottes­g­naden­tum. Über Kaiser und Könige im Heili­gen Römis­chen Reich“
Per me reges reg­nant, spricht der Pan­tokra­tor, flankiert von zwei Cheru­bim, auf der recht­en Schläfen­plat­te der Reich­skro­ne in der Wiener Schatzkam­mer. So han­delt dieses Sem­i­nar weniger von der poli­tis­chen Geschichte des Heili­gen Römis­chen Reichs von 800 bis 1806 als vielmehr vom sakralen König­tum. Von den Königskrö­nun­gen in Aachen und ab 1563 im Krö­nung­sort Frank­furt und von den Kaiserkrö­nun­gen in Rom: Von dem von Gott gekrön­ten Herrsch­er. So wie Gott­vater der Schöpfer und Bewahrer der himm­lis­chen Ord­nung ist, so sein geistlich­er vic­ar­ius auf Erden der Papst als Hüter der Kirche und der christliche König der weltliche Sach­wal­ter Gottes als Hüter und Mehrer des Reichs. Ordo als Form: Der himm­lis­chen Hier­ar­chie mit dem Lobge­sang Gottes entspricht der ordo mis­sae der Kirche, Vor­bild wiederum für den Krö­nung­sor­do. Diesem Anspruch fol­gend, set­zen wir uns auseinan­der mit litur­gis­chen Gewän­dern und den Reich­sklein­o­di­en in Wien und Aachen zudem mit der Pfalzkapelle und der Pfalz zu Aachen und mit dem Vor­bild Byzanz. Anfang und Angelpunkt ist Karl der Große, der in allem Sakralen Byzanz, dem Basileus, fol­gt und in allem Pro­fa­nen den römis­chen Cäsaren. Coro­na non morit­ur, die Kro­ne wird nicht ster­ben. Neben der Reich­skro­ne wer­den wir die lan­go­b­ardis­che Königskro­ne, die Fer­rea in Mon­za, staunend behan­deln, sowie die Kro­ne Ottos III., die „Kinderkro­ne“ in Essen. The­ma­tisiert wer­den königliche Stiftun­gen und Grable­gen wie Magde­burg, Bam­berg und Spey­er. Lassen Sie uns gemein­sam nach­denken über den Herrsch­er als Städte­bauer, über Karl IV. in Prag und über seine Idee, ein Himm­lis­ches Jerusalem auf Erden zu erricht­en mit sein­er Burg Karl­stein. Und nicht zulet­zt über die con­sores reg­ni, die Mitre­gentin­nen des Reichs: Liut­gart, Theo­phanu, Gisela, Kon­stanze, Beat­rix und Kuni­gunde. Kun­sthis­torisch wer­den wir uns bewe­gen in Architek­tur und Skulp­tur, in Tafel- und Buch­malerei, in Gold­schmiede- und Tex­tilkun­st. Das Alles in aus­gewählten Beispie­len.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 100,00

8. Ikonenmalkurs I
08.07. — 10.07.2019

Pfr. Yor­dan Pashev
Die Ikone ist das Kult­bild der ortho­dox­en Kirche.
Lassen Sie sich von der Fasz­i­na­tion der Ikone ver­führen. Beschäfti­gen Sie sich mit ihrem religiösen und geschichtlichen Hin­ter­grund, um dann sel­ber zum Pin­sel zu greifen. Sie wer­den mit der Tech­nik der Iko­nen­malerei ver­traut gemacht und auf eine Reise zu den tra­di­tionellen Denkmälern der Iko­nen­malerei geführt. Nach dem Kurs kön­nen Sie Ihre selb­st geschaf­fene Ikone mit­nehmen. Am Ende des Kurese wer­den die Iko­nen geseg­net.
Mate­r­i­al kann beim Kursleit­er bezo­gen wer­den. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

9. Ikonenmalkurs II
10.07. — 12.07.2019

Pfr. Yor­dan Pashev
Die Ikone ist das Kult­bild der ortho­dox­en Kirche.
Lassen Sie sich von der Fasz­i­na­tion der Ikone ver­führen. Beschäfti­gen Sie sich mit ihrem religiösen und geschichtlichen Hin­ter­grund, um dann sel­ber zum Pin­sel zu greifen. Sie wer­den mit der Tech­nik der Iko­nen­malerei ver­traut gemacht und auf eine Reise zu den tra­di­tionellen Denkmälern der Iko­nen­malerei geführt. Nach dem Kurs kön­nen Sie Ihre selb­st geschaf­fene Ikone mit­nehmen. Am Ende des Kurese wer­den die Iko­nen geseg­net.
Mate­r­i­al kann beim Kursleit­er bezo­gen wer­den. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 17:45 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

10. Kalkmalerei & Fresko
12.07. — 14.07.2019

Pfr. Yor­dan Pashev
Die Wand­malerei gehört zu den früh­esten Kul­turleis­tun­gen der Men­schheit.
Im Laufe ihrer Jahrtausende alten Geschichte hat sich diese Malkun­st nicht nur stilis­tisch, son­dern auch in ihren Tech­niken in großer Vielfalt entwick­elt. Unter den ver­schiede­nen Ver­fahren gewann das Fresko (ital. dipin­gere al fres­co = Malen ins Frische) beson­dere Bedeu­tung. Im Kurs kön­nen Sie sich diese Tech­nik aneignen, mit in Wass­er angerührten Farbpig­menten auf noch feuchtem Kalkputz Ihr Bild malen und anschließend Ihre selb­st geschaf­fene Tafel mit nach Hause nehmen.
Am Son­ntag wer­den die Fresken inner­halb eines ortho­dox­en Gottes­di­en­stes geseg­net
Mate­r­i­al kann beim Kursleit­er bezo­gen wer­den. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

11. “Bibel, Spiritualität und Kunst.”
04.08. — 09.08.2019

Prof. Dr. Franz Sedlmeier & Prof. Dr. Wolf­gang Vogl
Gewalt und Gewalt­darstel­lun­gen in Bibel, Spir­i­tu­al­ität und Kun­st.
Gewalt zieht sich wie ein rot­er Faden durch die Geschichte der Men­schheit. Gewalt­darstel­lun­gen find­en sich auch in der Heili­gen Schrift. Die Erzäh­lun­gen von Kain und Abel (Gen 4), von der Bindung Isaaks (Gen 22), der Tötung der Erst­ge­burt (Ex 12) oder vom Durchzug durch das Schil­fmeer (Ex 13,17–14) wer­fen viele Fra­gen auf. Wirken die Texte vom Kampf Sim­sons gegen die Philis­ter (Ri 13–16) oder vom Kampf Davids gegen Goli­at (1 Sam 17) nicht gewaltver­her­rlichend? Gewalt ist ein beherrschen­des The­ma in den Büch­ern Ester und Judit. Propheten wie Jere­mia und Ezechiel wer­den damit kon­fron­tiert – auch mit göt­tlich­er Gewalt. Und in den Gebeten Israels tauchen sie immer wieder auf: „die blut­gieri­gen Men­schen“ (Ps 139,19), der „Mann der Gewalt“ (Ps 140,12).

Wie sind die bib­lis­chen Gewalt­darstel­lun­gen (men­schliche Gewalt, göt­tliche Gewalt) zu ver­ste­hen? — Wie wer­den diese Texte in der Spir­i­tu­al­ität und in der Kun­st aufge­grif­f­en und gedeutet? Hil­ft die Rezep­tion­s­geschichte, mit diesen Tex­ten umzuge­hen? Oder ver­stärkt sie die men­schliche Nei­gung zu gewalt­tätigem Han­deln?

Die the­ol­o­gis­che Woche set­zt sich anhand aus­gewählter Textbeispiele mit diesen Fra­gen auseinan­der.

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 320,00 | ZBZ EUR 300,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 130,00

12. Philosophisches Seminar
24.08. — 31.08.2019

Prof. Dr. Nor­bert Fis­ch­er mit P. Prof. Dr. Wal­ter Sen­ner OP und
Prof. Dr. Man­fred Ger­wing
Meis­ter Eck­hart: »Das Buch der göt­tlichen Trös­tung«
Im philosophis­chen Sem­i­nar 2018 haben wir die Früh­schrift »Die rede der under­schei­dunge« (1294–98) als Eck­harts ›Ori­en­tierung im Denken‹thematisiert. Im August 2019 wen­den wir uns dem älteren Meis­ter Eck­hart zu. Es soll das deutschsprachige Buch der göt­tlichen Trös­tung (»Das buoch der götlichen troes­tunge«), gele­sen und bedachtwer­den; und zwar zusam­men mit der Lesepredigt Vom edlen Men­schen (»Von dem edeln Men­schen«).
Zur Lek­türe und Inter­pre­ta­tion sind Hin­weise von Josef Quint bis zu Kurt Flasch zu beacht­en. Das ›Trost­buch‹ (»Liber Bene­dic­tus«) wen­det­sich im Angesicht des Todes an Lei­dende und Trauernde. Es bet­rifft also somiteine men­schliche Grund­si­t­u­a­tion, die in Philoso­phie und The­olo­gie reflek­tier­twer­den muss, also schon immer bedenkenswert war und es bis heute ist.

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 456,00 EUR ZBZ EUR 428,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 110,00

13. Bibel-Seminar
06.09. — 08.09.2019

Prof. Dr. Klaus Berg­er
Sex und Him­mel­re­ich. Frau und Mann im Urchris­ten­tum
In ein­er Zeit, in der “Ehe” zum Gespenst verblasst und Sex­u­al­ität in fast jed­er Hin­sicht ein brodel­ndes The­ma unter der Ober­fläche der Kirche ist, lohnt ein Blick in das Neue Tes­ta­ment: Die Rolle und Begabung der Frauen, der Ort der Ehe in der Mitte des Leibes Christi, die Reste des Beina­he-Sakra­ments “des Braut­gemachs”, die Eunuchen um des Reich­es willen und Jesu beson­dere Zuwen­dung zu “gefal­l­enen” Frauen, schon die vier nicht ganz reg­ulären Stam­m­müt­ter in Jesu Ahnentafel nach Mt — alles das lädt ein zu inten­siv­en, an den Kern unseres Glaubens führen­den Gesprächen.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 85,00

14. Choralkurs (Folge 21) — ausgebucht, Anmeldung nur noch auf Wartelsite möglich!
27.09. — 29.09.2019

Prof. Stephan Zippe
Der Gre­go­ri­an­is­che Choral ist der der römis­chen Liturgie eigene Gesang.
Die Ein­stim­migkeit ver­lei­ht diesen Gesän­gen schon beim ersten Hören einen beson­deren Charme. Welche Aus­druck­skraft in ihnen steckt, das soll in diesem Kurs für die Teil­nehmer erfahrbar wer­den. Im Mit­telpunkt ste­ht das gemein­same Sin­gen, daneben wird auch notwendi­ges Grund­wis­sen ver­mit­telt. Am Son­ntagvor­mit­tag ist die musikalis­che Mit­gestal­tung der Eucharistiefeier in der Klosterkirche geplant. In diesem Zusam­men­hang sind in den Kursablauf immer wieder Stimm­bil­dung­sein­heit­en vorge­se­hen.
Neben all­ge­mein Wis­senswertem aus der Gre­go­ri­anik liegt ein Schw­er­punkt der Arbeit auf der rhyth­mis­chen Aus­führung der Gesänge. Die Gre­go­ri­an­is­che Semi­olo­gie liefert heute das Knowhow dazu.
Voraus­set­zun­gen für die Kursteil­nahme sind Inter­esse am Gre­go­ri­an­is­chen Choral und Freude am Umgang mit der eige­nen Singstimme. The­o­retis­che Ken­nt­nisse dür­fen gerne mit­ge­bracht wer­den, sind für eine Teil­nahme aber nicht unbe­d­ingt erforder­lich.

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 65,00

Dieser Kurs wird auf Antrag als Stu­di­en­woch­enende bei der Aus­bil­dung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Litur­gis­chen Insti­tuts in Tri­er anerkan­nt.

15. Spirituelle Lebensführung
04.10. — 06.10.2019

Abt­pri­mas em. Prof. Dr. Notk­er Wolf OSB
Dankbarkeit — eine notwendi­ge men­schliche Grund­hal­tung
Der Herb­st ist dazu ange­tan, uns eine Grund­hal­tung des Men­schen in Erin­nerung zu rufen. Wir vergessen allzu häu­fig, anderen zu danken.Wir neigen häu­fig dazu zu fordern statt zu danken. Gott gegenüber sind wir groß im Bit­ten, viel sel­tener denken wir daran, ihm zu danken. Wer Gott seinen Dankauszu­drück­en weiß, wird auch hell­höriger für die Wohltat­en ander­er Menschen.Die Psalmen sind eine Schule der Aus­ge­wogen­heit zwis­chen Bit­ten und Danken.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 75,00

16. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
07.10. — 11.10.2019

Prälat Prof. Dr. Lud­wig Mödl
“Ich suche dich, Du Unbe­grei­flich­er” — Die Rede von Gott als Zen­trum christlich­er Verkündi­gung
Das Geheim­nis Gottes wird unter das Stich­wort Dreifaltigkeit gestellt. Die dahin­ter­ste­hen­den Glaubens- und Lebenser­fahrun­gen sollen bei den Exerz­i­tien zur Sprache kom­men, und zugle­ich die Leben­skraft des christlichen Gottglaubens bewusst gemacht wer­den.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 252,00
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 83,00

17. Liturgie-Seminar
25.10. ‑27.10.2019

KMD Prof. em. Matthias Kreuels
Ein­führung in das Stun­denge­bet.
Grund­for­men und heutige Ange­bote für Einzel­beter oder kleine Grup­pen.
Wer zum ersten Mal an ein­er Tagzeit­en­l­i­turgie teil­nimmt oder das Stun­den­buch auf­schlägt, fühlt sich oft über­fordert von der Vielfalt der ver­schiede­nen Ele­mente und deren Zusam­men­stel­lung im Ablauf des Kirchen­jahres. Das Ein­führungssem­i­nar erläutert die einzel­nen Horen und ihre Ele­mente: Psalmen, Hym­nen, Gebete und Auswahlmöglichkeit­en nach dem litur­gis­chen Kalen­der. Es geht an diesem Woch­enende außer­dem um die aktuellen Aus­gaben im Überblick (Stun­den­buch, Kleines Stun­den­buch, Monas­tis­ches Stun­den­buch, Monatss­chriften usw.) – als Grund­lage für die je eigene Prax­is der Teil­nehmer im All­t­ag.

Die Mönche der Abtei laden außer­dem dazu ein, die Form des monas­tis­chen Stun­denge­bets durch Teil­nahme an ihrer Tagzeit­en­l­i­turgie in der konkreten Prax­is ken­nen­zuler­nen.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 75,00

Dieser Kurs wird auf Antrag als Stu­di­en­woch­enende bei der Aus­bil­dung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Litur­gis­chen Insti­tuts in Tri­er anerkan­nt.

18. Biblisches Wochenende
08.11. — 10.11.2019

Prof. Dr. Franz-Xaver Sedlmeier
„Lass nicht ab vom Werk dein­er Hände!“ (Psalm 138,8)
Der fün­fte Davidp­salter (Ps 138–145) als Glaubens- und Gebetsweg
Der let­zte Davidp­salter führt ein let­ztes Mal im Psalmen­buch die Dra­matik men­schlichen Lebens vor Augen. In Lob und Ver­trauen wen­den sich die Beterin­nen und Beter an Gott, mit Bit­ten und in verzweifel­ten Hil­fer­ufen suchen sie nach ihm, dem Gott Ihres Lebens und ihrer Hoff­nung. Dieser Gebetsweg durch die Höhen und Tiefen men­schlich­er Exis­tenz mün­det ein in einen uni­ver­salen Lobpreis: „Alles Fleisch preisen seinen heili­gen Namen auf immer und ewig!“ (Ps 145,21).
Das bib­lis­che Woch­enende lädt dazu ein, die Gebete Israels und der Kirche tiefer ken­nen­zuler­nen und das eigene Leben betend Gott anzu­ver­trauen.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 75,00

19. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
11.11. — 16.11.2019

Dr. Wil­fried Hage­mann
“Was ist das Men­schlein, dass du sein­er gedenkst?” (Ps 8,5)
Men­schliche Exis­tenz — zwis­chen Scheit­ern und Leben im Licht.

Aus­ge­hend von Psalm 8 schauen wir auf den Men­schen aus der Per­spek­tive Gotte­sund auf Gott aus der Per­spek­tive des Men­schen — immer im Gespräch mit den Fra­gen und Apor­ien der Men­schen von heute,besonders der­er, die sich als Agnos­tik­er beze­ich­nen.

Beginn 17:45 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Früh­stück
Ü/VP EZ EUR 320,00
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 95,00

20. Philosophisch-theologisches Seminar
22.11. — 24.11.2019

P. Prof. Dr. Wal­ter Sen­ner OP
Meis­ter Eck­harts “Buch der göt­tlichen Trös­tung”.
Dieses Werk, nach seinem Anfang auch „Liber Bene­dic­tus“ (Buch: „Geseg­net“) genan­nt, ist ein­er der jün­geren deutschen Texte Meis­ter Eck­harts. Ob er als Trost­buch für die ungarische Köni­gin Agnes geschrieben wurde, die früh Vater und Gat­ten ver­loren hat­te, ist unsich­er. Das Werk begin­nt mit abstrak­ten philosophis­chen Betra­ch­tun­gen, die dazu führen, dass nur der Men­sch, der alles Äußer­liche hin­ter sich gelassen hat und ganz auf Gott ver­traut vol­lkomme­nen Trost erfahren kann. In einem zweit­en Teil wer­den dreißig Trost­gründe genan­nt, die auf das­selbe hin­aus­laufen, im drit­ten Teil wer­den große Gestal­ten vor Augen gestellt, die Schick­salss­chläge über­wun­den haben. Beschlossen wird das Werk von der Predigt „Vom edlen Men­schen“. Aus dem „Buch der göt­tlichen Trös­tung“ haben Eck­harts Geg­n­er in seinem eige­nen Orden ihre ersten Anklagepunk­te gegen ihn zusam­mengestellt und entsprechend spielte es in seinen bei­den Prozessen eine wichtige Rolle. Neben der Vorstel­lung des Hin­ter­grun­des, der Hauptgedanken und seines weit­eren Schick­sals wer­den wir Kern­texte aus dem Werk in neuhochdeutsch­er Über­set­zung gemein­sam lesen und inter­pretieren. Dabei soll es auch darum gehen, welchen Wert das „Buch der göt­tlichen Trös­tung“ für die Spir­i­tu­al­ität der­er haben kann, die es heute lesen.

Info: Mit­tel­hochdeutsch­er Text: Meis­ter Eck­hart: Die deutschen Werke, Bd. 5, (I), ed. Josef Quint, Stuttgart 1965; Neuhochdeutsch: Meis­ter Eck­e­hart: Deutsche Predigten und Trak­tate, hrsg. U. übers. Von Josef Quint, München 1963 u.ö. (auch als Taschen­buch), S. 101–149; Das Buch der götlichen Trös­tung, Vom edlen Men­schen, mit­tel- u. neuhochdeutsch, Übers. u. Nach­wort von Kurt Flasch, München 2007
Der Text der Über­set­zung und ein Exposé wer­den den Teil­nehmenden zur Ver­fü­gung gestellt.

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 136,00 | ZBZ EUR 128,00 pro Per­son
zzgl. Kurs­ge­bühren EUR 75,00